Temodal
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Temodal

Die untenstehenden Informationen sind vom Hersteller Essex Schweiz herausgegeben worden)

Temozolomid gehört zu einer Gruppe von Substanzen, die zur Behandlung von verschiedenen Tumoren eingesetzt werden. Temodal kommt hauptsächlich in der Behandlung von Hirntumoren zum Einsatz. Temodal hindert das Wachstum von Krebszellen, welche hierdurch zerstört werden. Da dieselbe Wirkung auch auf die gesunden Zellen ausgeübt wird, werden auch unerwünschte Symptome auftreten.

Temodal wird geschluckt. Ihr Arzt wird Kapseln unterschiedlicher Dosierungen zusammenstellen, die auf Ihre Körpergrösse berechnet sind (achten Sie auf die Farbkodierungen der verschiedenen Grössen, um Verwechslungen vorzubeugen).
Temodal ist in der Lage, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Diese ist eine Schutzhülle um das Gehirn, die aus verschiedenen Schichten (Häute und Gefässe) aufgebaut ist, den Kontakt zur Aussenwelt (Nase) verhindert, vor Verletzungen schützt und Halt für unser empfindlichstes Organ gibt.

Chemotherapien können zeitweilig die Anzahl der weissen Blutkörper im Blutkreislauf reduzieren und so die Gefahr einer Infektion in sich bergen. Ausserdem können sie die Blutplättchen vermindern, was zu einer Blutungsneigung führen kann. Vermeiden Sie daher möglichst Kontakte mit infizierten (z.B. erkälteten oder kranken) Personen.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt unverzüglich, wenn Sie sich erkältet, fiebrig oder heiser fühlen, wenn Sie Schmerzen im Nierenbereich oder Schmerzen beim Urinieren verspüren.
Kontaktieren Sie Ihren Arzt unverzüglich,
wenn Sie ungewöhnliche Blutungen oder blaue Flecken bemerken, wenn auf Ihrer Haut kleine punktförmige rote Flecken auftreten oder Sie roten Urin oder Stuhl, beziehungsweise schwarzen, klebrigen Stuhl haben.

Seien Sie vorsichtig beim Gebrauch von spitzen oder scharfen Gegenständen.

Zu Vermeiden: Vermeiden Sie Sportarten, bei denen Sie der Gefahr von Schlägen oder Blutungen ausgesetzt sind. Vermeiden Sie das Berühren von Augen oder Naseninnerem ohne Ihre Hände unmittelbar vorher gewaschen zu haben. Benutzen Sie Ihre Zahnbürste, Zahnseide oder Zahnstocher mit Vorsicht. Lassen Sie eventuell Ihre Zähne vor Beginn der Chemotherapie überprüfen. Lassen Sie sich nicht ohne Einwilligung Ihres behandelnden Arztes impfen. Bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen kann die Verträglichkeit vermindert sein. Befolgen Sie in diesen Fällen genau die ärztlichen Anweisungen.

Schluckstörungen oder Unfähigkeit zu Schlucken:
Öffnen Sie die Kapseln auf keinen Fall und zerkauen Sie sie auch nicht. Ihr Arzt wird entsprechend das Medikament in Rücksprache mit dem Hersteller anderweitig verabreichen.
Bei versehentlichem Öffnen vermeiden Sie möglichst den Kontakt mit der Haut oder Schleimhäuten (Augen, Nase, Mund). Waschen Sie die betroffenen Stellen sofort und gründlich.
Falls Sie verschiedene Medikamente einnehmen müssen, geben Sie acht, diese nicht zu verwechseln. Fragen Sie Ihren Arzt nach einem geeigneten Dosisspender, der ein Verwechseln verhindert.

Nebenwirkungen: Benachrichtigen Sie den behandelnden Arzt sofort bei folgenden Nebenwirkungen:
Amnesie; schwarzer, klebriger Stuhl; Blut im Urin oder Stuhl; Husten oder Heiserkeit; Fieber und Schüttelfrost; Infektionen; Schmerzen im Nierenbereich oder im Rücken; Muskelschwäche oder Gefühlsstörungen; Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Urinieren; punktförmige rote Flecken auf der Haut; Kurzatmigkeit; Halsschmerzen; Geschwüre im Mund oder an den Lippen; ungewöhnliche Blutungen oder blaue Flecken; ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche.

Weitere unerwünschte Wirkungen, die jedoch keine unmittelbare ärztliche Behandlung erfordern:
Häufiger:
Verstopfung; Kopfschmerzen; Übelkeit und Erbrechen; Müdigkeit oder Schwäche.
Selten: Bauchschmerzen; Ängstlichkeit; Sehstörungen; Brustschmerzen (bei Frauen); Kribbeln der Haut; Durchfall; Sprechschwierigkeiten; Benommenheit; Appetitlosigkeit; Depressionen; Muskelschmerzen; laufende oder verstopfte Nase; Hautausschlag oder Juckreiz; Halsschmerzen; Schlafstörungen; Gewichtszunahme; häufiges oder unkontrolliertes Wasserlassen.

Haarausfall ist bei Temodal sehr selten. Beim Abschluss der Behandlung wachsen die Haare wie gewohnt nach.

Es können bei einigen Patienten noch weitere unerwünschte Wirkungen auftreten. Bitte lassen Sie solche von Ihrem behandelnden Arzt prüfen.