Diagnose
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Infos für Angehörige:

Diagnose
Egal wann oder wie einem die Diagnose Hirntumor erreicht, es ist vermutlich immer ein Schock. Bitte haltet euch so schnell wie möglich vor Augen, dass es heutzutage gute Heilmethoden gibt. Sprecht mit dem Arzt und hinterfragt alles bis ihr das Gefühl habt, gut aufgeklärt zu sein. Dies ist sehr wichtig um weitere Entscheide treffen zu können.

Eine zweite Meinung
Bei einer solchen Diagnose ist ein Zweitgutachten ratsam. Am Besten nimmst du mit der Krankenkasse oder mit dem Hausarzt Kontakt auf und fragst nach den Möglichkeiten die euch geboten werden. Auf gar keinen Fall solltet ihr euch auf etwas Drängen lassen. Zieht die Notbremse, wenn es euch zu schnell geht. Schlussendlich geht es um euch und ihr habt das Sagen! Die Ärzte können nichts machen ohne eure Einwilligung. Hier möchte ich aber erwähnen, dass es in gewissen Fällen wichtig ist, schnell zu handeln. Auch hier gilt: Kommunikation ist vieles!
 
 
Dem Arzt vertrauen?
Erspart euch die Frage nach der Qualifikation des Arztes. Niemand von einer öffentlichen Institution (Krebsliga, Krankenkasse usw) wird euch sagen; „nehmt lieber den Arzt, denn der ist besser als der Andere“. Auch hier bringt euch ein Gespräch mit dem Hausarzt am ehesten weiter.
 
 
Dritt-, Viert- und Fünftgutachten??
Zwei Arzte. Zwei Gutachten. Zwei in etwa gleiche Diagnosen. Zwei in etwa gleiche Vorgehensweisen. That’s it!
Eine 100% Übereinstimmung wird nie zu Stande kommen, denn der Mensch und die Medizin ist/sind so komplex, dass es immer mehrere Möglichkeiten geben wird.
Ich rate also jedem von einem Drittgutachten ab. Es bringt einem nicht weiter. Im Gegenteil, abgesehen von den Kosten und der persönlichen Verunsicherung durch unterschiedliche Vorgehensweisen, verärgert man damit nur die Ärzte. An der Diagnose wird sich aber nichts Ändern.
 
Text von meiner Frau